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22.12.2015

Bremen - Feuer zerstört Einfamilienhaus

Ein Feuer hat am frühen Dienstagmorgen in Bremen-Oberneuland ein Einfamilienhaus komplett zerstört. Nachbarn hatten gegen 6 Uhr die Flammen bemerkt und die Feuerwehr verständigt.

Diese rückte mit einem Großaufgebot zur Straße Im Moor aus. Beim Eintreffen der ersten Kräfte schlugen bereits die Flammen aus dem Dachstuhl. Die Feuerwehr setzte mehrere Rohre ein und konnte den Brand schnell unter Kontrolle bringen. Besonders hilfreich war dabei der Löscheinsatz von der Drehleiter.

Personen wurden nach ersten Informationen der Polizei nicht verletzt, da laut einer Nachbarin das Einfamilienhaus derzeit unbewohnt ist. Das Gebäude wurde durch Flammen und Löschwasser komplett zerstört. Für die Löscharbeiten musste die Oberneulander Heerstraße teilweise voll gesperrt werden.


17.12.2015

"Nach 1938 aufgelöst, verdrängt, ermordet!" - Jüdische Vereine im Nordwesten

Fussball ist Nationalsport. Fußball prägt den Alltag vieler Menschen. Fußball ist sogar im Bewusstsein der Menschen, die sich gar nicht dafür interessieren. Denn Fußball ist Bestandteil jeder Zeitung oder jedes Fernsehprogrammes. Was vielen Deutschen nicht bewusst ist, was vor 82 Jahren nach der Machtübernahme der Nazis in Fußballvereinen geschehen ist.



Zwei Autoren haben die Geschichte von rund zweihundert Clubs aufgearbeitet. Vereine, in denen Juden sehr schnell diskriminiert wurden. Henry Wahlig und Lorenz Peiffer waren auf Spurensuche.

"Bevor das neue NS-Regime sich überhaupt etabliert hatte, haben die deutschen Turn- und Sportvereine in vorauseilendem Gehorsam ihre jüdischen Mitglieder ausgeschlossen", sagt Peiffer in einem Gespräch mit dem Nordwestradio. Er bezeichnet dies als Vorreiterfunktion der "Arisierung" im Deutschland der 30er-Jahre.


Im Nordwesten betraf das auch den SV Werder Bremen, so der Autor. "Dort gab es einen Jugendspieler, der aus Wilhelmshaven nach Bremen gekommen war und dem dann mitgeteilt wurde, dass er als Jude nicht mehr erwünscht ist. Der ist dann Gottseidank nach Amerika geflohen und ist dort ein renommierter Literaturprofessor geworden", so der Autor. Peiffer sprach auch mit anderen Juden, die aus ihren Vereinen ausgeschlossen wurden. Diese hätten ihm gesagt: "Für uns als junge Menschen von heute auf morgen ausgeschlossen zu werden, aus einer sozialen Gemeinschaft, in der wir gelebt haben, wo wir unsere Freunde hatten, das ist ein unglaublich massiver Einschnitt gewesen."

Viele der Betroffenen gründeten dann neue, rein jüdische Vereine. In Bremen war das beispielsweise Schild Bremen. In Twistringen im Landkreis Diepholz trafen sich Jungen aus jüdischen Familien jeden Sonntag zum Fußball. Laut Peiffer kamen die Mitspieler teilweise aus einem Umkreis von 60 Kilometern. Wissenschaftler Peiffer: "Es hat sich dann der nordwestdeutsche Makkabi-Verband aufgebaut, die haben dann eigene Meisterschaften organisiert. Es ist eine Parallelgesellschaft gewesen." Nach 1938 wurden diese Vereine aufgelöst. "Liquidiert, verdrängt, die Mitglieder deportiert, ermordet!", so das Fazit des Buchautors Lorenz Peiffer. Berichte über das spätere Schicksal der Vereinsmitglieder gibt es nicht mehr.

Zum Buch:
Henry Wahlig und Lorenz Peiffer: "Jüdische Fußballvereine im nationalsozialistischen Deutschland",
Verlag Die Werkstatt. 576 Seiten, zirka 45 Euro

15.12.2015

Rutschpartie nach Unfall - Karussell stürzt vom Sattelschlepper

Ausgelaufenes Malz hat die Autobahn 1 zwischen den Anschlussstellen Arsten und Brinkum in eine Rutschbahn verwandelt und für mehrere Unfälle gesorgt.


Aus noch ungeklärten Gründen hatte sich gestern vor Mitternacht die Ladeklappe eines mit Malz beladenen Lasters geöffnet, der auf der Autobahn in Richtung Osnabrück unterwegs war. Der Wagen verlor seine Ladung, die sich über die Fahrbahn verteilte. Ein nachfolgendes Auto fuhr in die Mittelleitplanke, der Fahrer blieb unverletzt, sagte eine Polizeisprecherin.

Ein Schaustellerwagen, der das Jahrmarkt-Karussell "Fliegender Teppich“ geladen hatte, geriet ebenfalls ins Schleudern. Der Anhänger mit dem Fahrgeschäft kippte um und legte sich quer über die Fahrbahn. Dabei stürzte das Kinderkarussell von der Ladefläche des Lastwagens. Zwei Menschen wurden verletzt.

Auch ein Auto dahinter konnte nicht mehr ausweichen und fuhr direkt in den Anhänger, dabei wurde die Beifahrerin nach Angaben der Polizei im Fahrzeug eingeklemmt. Sie zog sich schwere Verletzungen zu, schwebte aber nicht mehr in Lebensgefahr. Das Karussell wurde laut Augenzeugen „vollständig zerlegt“. Es hat nur noch Schrottwert. Der Gesamtsachschaden liegt nach ersten Schätzungen bei mehr als 100.000 Euro.

Die Aufräumarbeiten am Unfallort gestalteten sich aufwendig und dauerten laut Polizei mehrere Stunden. Die Feuerwehr, nach eigenen Angaben mit 15 Fahrzeugen und 35 Einsatzkräften an der Unfallstelle war, setzte einen Kranwagen bei den Bergungsarbeiten ein. Im Anschluss reinigten Mitarbeiter der Autobahnmeisterei die verschmutzte Fahrbahn auf einer Länge von rund 800 Metern. Der Verkehr staute sich laut Polizei über mindestens elf Kilometern in Fahrtrichtung Osnabrück, hieß es.

Auf den Autobahnzubringern und Ausfallstraßen in und nach Bremen herrschte zeitweise kompletter Stillstand. Heute Morgen – gegen 7.30 Uhr – ereignete sich auf der Gegenfahrbahn in Höhe der Anschlussstelle Arsten ein weiterer Unfall mit zwei Lastwagen und einem Gefahrguttransporter. Wie die Polizei mitteilte, gab es dabei keine Verletzten. Auch dort musste die Autobahn für eine Weile voll gesperrt werden. Die Länge des Rückstaus in Richtung Hamburg „betrug zeitweise zehn Kilometer“, sagte die Polizeisprecherin.

Bauarbeiten an Liebfrauenkirche ruhen weiter

In der vergangenen Woche fiel ein Stahlrohr vom Baugerüst an der Liebfrauenkirche.

Die Bauarbeiten an der Liebfrauenkirche werden bis zum Ende des Weihnachtsmarktes ruhen. „Zwar ist die Baustelle wieder freigegeben, aber wir wollen nach dem Vorfall in der vergangenen Woche kein Risiko eingehen“, sagt die Sprecherin der Bremischen Evangelischen Kirche (BEK), Sabine Hatscher.

Der Vorfall ereignete sich vor sechs Tagen: Ein sieben Kilogramm schweres Stahlrohr hatte sich vom Baugerüst gelöst, fiel 25 Meter in die Tiefe auf einen Gehweg – und verfehlte eine 64-jährige Frau nur knapp. Die Eisenstange prallte vom Gehweg gegen ihr Bein, sie erlitt leichte Verletzungen und musste von Rettungssanitätern versorgt werden. Die Polizei sprach sogar von einem Schutzengel, der Schlimmeres verhinderte.

Bei der Ursachensuche wurde jetzt womöglich die Stelle im Gerüst entdeckt, an der sich das Stahlrohr gelöst haben könnte: „Dort befinden sich zwei Kupplungen, zwischen denen eine entsprechende Verbindung fehlt. Sie hätte aber eigentlich festverschraubt sein müssen“, sagt die Kirchensprecherin. „Es ist derzeit nicht klar, wie sich das Rohr lösen konnte, sollte es sich tatsächlich um dieses Verbindungsstück handeln.“ Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, aktuelle Ergebnisse konnte sie noch nicht mitteilen.

Nach Angaben der BEK-Sprecherin wird das Gerüst weiter regelmäßig überprüft, auch wenn die Bauarbeiten eingestellt sind. Zuvor hätten sich Vertreter von Bauordnungsamt, Gewerbeaufsicht, Stadtamt sowie der leitende Architekt ein Bild von der Lage gemacht. Alle hätten die Ansicht vertreten, dass es nicht notwendig sei, Teile des Weihnachtsmarktes abzusperren, weil von der Baustelle keine Gefahr ausgehe. Die Liebfrauenkirche wird seit dem vergangenen Jahr wegen Schäden an der Fassade saniert.

Quelle: Weser-Kurier

11.12.2015

Galopprennbahn in Bremen-Vahr vor dem Aus

Die Galopprennbahn in der Bremer Vahr steht offenbar vor dem Aus. Sie soll nach Informationen von Radio Bremen dringend benötigten Wohnungen weichen. So jedenfalls plant es Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD), der den Bremer Senat am Donnerstagnachmittag über sein Vorhaben informiert hat. Damit würde die 130 Jahre alte Geschichte der Pferderennen in Bremen zu Ende gehen.

Foto: Galopprennbahn Bremen
Bereits Ende 2017 könnte das letzte Rennen in der Vahr stattfinden. Möglich wäre die Schließung der Anlage durch ein außerordentliches Kündigungsrecht, das sich die Stadt im Grundstücksvertrag mit dem Rennverein gesichert hat. Das will Günthner jetzt in Anspruch nehmen, um den akuten Wohnungsnotstand in der Stadt zu bekämpfen. Da kommt das Rennbahngelände gerade recht: eine ebene Fläche mit guter Anbindung an die Innenstadt.

Ein Sprecher des Senators sagte, es sollten bis zu 1.000 neue Wohnungen auf dem Areal entstehen, die Platz für rund 2.500 Menschen bieten würden. Die Bauarbeiten könnten 2018 beginnen, teilte das Wirtschaftsressort mit.

07.12.2015

Fahrplanwechsel - Änderungen im Nahverkehr im Großraum Bremen

Zum Fahrplanwechsel im Schienenverkehr am 13. Dezember 2015 wird es auch Anpassungen im Großraum Bremen geben.




Wegen zu geringer Nachfrage werden die Fahrten zwischen dem Bremer Hauptbahnhof (21:33 Uhr) und Hamburg (22:41 Uhr) sowie zwischen Hamburg (0:15 Uhr) und Bremen (1:24 Uhr) in den Nächten von Sonntag auf Montag entfallen. 
Nach Hamburg bestehen alternative Reisemöglichkeiten mit der RB 41 um 21 Uhr und um 21:59 Uhr ab Bremen Hauptbahnhof. In der Gegenrichtung können die Fahrgäste auf die RB 41 um 23:38 Uhr nach Bremen sowie um 0:48 Uhr nach Rotenburg ausweichen. Dort besteht dann allerdings kein Anschluss mehr.

Auf dem westlichen Teil der RB 37 werden neue Spätverbindungen an Freitagen und Samstagen eingerichtet. Die Fahrten zwischen Soltau (22:16 Uhr) und Bremen (23:16 Uhr) sowie zwischen Bremen (22:47 Uhr) und Soltau (23:45 Uhr) stehen neu im Plan. Taktverschiebungen beim RE 5 und bei der RB 33 zwischen Bremerhaven und Buxtehude sollen für eine bessere Betriebsqualität im Zusammenspiel mit der S-Bahn Hamburg sorgen.

Die Züge der Regio-S-Bahn-Linie 2 von Twistringen über Bremen nach Bremerhaven-Lehe werden zwischen Twistringen und dem Bremer Hauptbahnhof in ihrer Taktlage verschoben. Die Taktabfahrten ab Twistringen werden vorgezogen von Minute 03 auf Minute 46. Dadurch haben die Züge im Bremer Hauptbahnhof (Ankunft zur Minute 27, Abfahrt zur Minute 40) eine Standzeit von 13 Minuten. Eventuelle Verspätungen können somit abgebaut werden, um pünktlich nach Bremerhaven-Lehe weiterzufahren. In der Gegenrichtung Bremerhaven-Lehe - Twistringen ändert sich nichts.


04.12.2015

Studie zur Mobilität - Rad und Bahn sind in Bremen immer beliebter



Foto: Bremen-Tourismus

Das Bremer Verkehrs-Ressort hat jetzt eine Studie vorgestellt, wonach das Auto immer öfter stehen bleibt.

Mehr als die Hälfte aller Wege zum Arbeitsplatz legen die Bremer mittlerweile mit dem Fahrrad, zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurück. Das ist das Ergebnis einer Studie, die von der Technischen Universität Dresden durchgefüht wurde, Dazu hatten Forscher von 2008 bis 2013 3000 Bremer zu ihren Mobilitätsverhalten befragt.

Foto: Bremen-Tourismus


Ein Viertel aller Strecken bewältigen die Bremer auf dem Rad, dieser Wert liegt deutlich über dem Durchschnitt vergleichbarer Städte mit mehr als einer halben Million Einwohnern.

03.12.2015

Knapp 100 iPads und iPhones gestohlen - Einbruch im Weserpark

Drei maskierte Männer haben in der Nacht zu Donnerstag bei einem Einbruch ins Einkaufszentrum Weserpark in Bremen-Osterholz knapp 100 iPads und iPhones gestohlen. Die Polizei bittet um Zeugenhinweise.


Wie die Polizei mitteilte, nahm ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes gegen 2 Uhr laute Geräusche im Weserpark wahr. Drei maskierte Männer drückten die Schiebetüren des Einganges auf, liefen zielstrebig zu einem Technikshop und schlugen mit einem Hammer die dortigen Scheiben ein. Anschließend schnappten sie sich iPads und iPhones im Wert von etwa 70.000 Euro und flüchteten aus dem Weserpark.

Den ganzen Artikel könnt ihr hier in der Kreiszeitung lesen.

Viele Hartz-IV-Empfänger, wenige Sanktionen

Fast nirgendwo in Deutschland ist der Anteil von Hartz-IV-Empfängern an der Bevölkerung so groß wie in Bremen. Zugleich werden die Leistungen dort so selten gekürzt wie sonst nur im Saarland und in Hessen. Schont Bremen also die Empfänger auf Kosten der Staatskasse? Die zuständige Behörde schließt das aus, hat aber auch keine Erklärung. Einen Spielraum gebe es nämlich nicht, sagt der Sprecher des Bremer Jobcenters, Christian Ludwig: „Auch wir müssen nach dem Sozialgesetzbuch handeln.“

Den ganzen Artikel gibt es hier beim Weser-Kurier.

02.12.2015

Ein Gewürzladen aus Südindien

Im Bremer Übersee-Museum in der Asien-Ausstellung im Erdgeschoss gibt es jetzt einem indischen Gewürzladen zu bestaunen. Hinzu kommt ein mobiler Teewagen als zweites neues Ausstellungsstück.

Zurück nach Indien, genauer gesagt nach Madurai in Südindien. Dort hat der Bremer Immobilienkaufmann Andreas Bölts für das Museum einen komplett ausgestatteten Gewürzladen erworben – mit viel Geschick, ein paar kleinen Tricks und nach dreiwöchiger Verhandlungszeit. Der Laden besteht aus mehreren Regalen, einem hölzernen Verkaufstresen mit Vitrine. Im Angebot sind Kekse, Chips, Bonbons und indische Zeitungen. Und natürlich jede Menge Gewürze. Die Pakete seien nicht gefüllt, sagt Dr. Hartmut Roder, Leiter der Handelskunde-Abteilung im Übersee-Museum, „das sind alles Dummys.“

Für Andreas Bölts ist Madurai so etwas wie eine zweite Heimat. Er hat dort gemeinsam mit seiner Frau Dörte vor 13 Jahren ein Waisenhaus für Mädchen gegründet. Der Einsatz fürs Museum – Kauf, Transport und Abwicklung – sei so etwas wie ein Dank an die vielen Bremer, die das Waisenhausprojekt „ISA Childrenhome“ unterstützen.