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17.12.2015

Achtklässler stellen Kunstwerke aus - "Jedes Kind ist ein Künstler“

Achtklässler aus der Erlenschule stellen ab heute weltbekannte Werke in der Syker Kreissparkasse aus


Die "Mona Lisa“ von Leonardo da Vinci, die "Sternennacht“ von Vincent van Gogh, "Der Schrei“ von Edvard Munch oder die „Friedenstaube“ von Pablo Picasso. Jedes Werk für sich sorgt für begeistertes Flackern in den Augen von Kunstinteressierten. In Syke dürfen sie ab dem heutigen Donnerstag bis zum 11. Januar im Foyer der Syker Kreissparkasse (KSK) am Mühlendamm bestaunt werden. Zusammen mit Gemälden und Skulpturen von Andy Warhol, Pablo Picasso, Michelangelo, Marc Allante, Keith Haring, Jackson Pollock und Salvador Dali.

Kaum zu glauben? Auch nicht ganz wahr. Denn die gestern im KSK-Eingangsbereich platzierten Kunstwerke entstammen nicht der Feder weltbekannter Akteure, sondern dem Kunstunterricht in der Lebenshilfe-Tagesbildungsstätte Erlenschule in Syke. Jugendliche mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung haben sich an diesen weltberühmten Gemälden versucht – und ihnen ihren eigenen Charme verpasst. Andy Warhols Siebdruck nach dem Motiv der Campbell-Suppendose beispielsweise haben die Erlenschüler als Skulptur aus echten Blechdosen gefertigt. Und wer genau hinschaut, kann appetitliche Geschmacksrichtungen wie Ratten- oder Zombiesuppe entdecken.

Deshalb verwehrt sich Klassenleiterin Saskia Lüning auch gegen den Vorwurf der Kopie: Es seien "Neuinterpretationen". Gemeinsam mit ihrer pädagogischen Fachkraft Anja Wacker hat sie die heutige Klasse 8a vor einem Jahr in ein für die Erlenschule bisher einmaliges Kunstprojekt verwickelt.

Dann trat Anja Schulz auf den Plan. Die Öffentlichkeitsarbeiterin der Syker Lebenshilfe sah die Werke und kontaktierte das Marketing der Kreissparkasse und fragte, ob eine Ausstellung möglich sei. Es folgte ein Treffen mit Ralf Warneke und Dennis Landt im März, bei dem die Erlenschulen-Pädagoginnen erste Fotos und Exponate zeigten. Die Bänker waren begeistert, obwohl der Großteil der Werke zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht fertig war.

Streng genommen dürften Saskia Lüning und Anja Wacker von dem Erfolg ihrer Schützlinge gar nicht überrascht sein. Denn wie sagte schon Pablo Picasso: „Jedes Kind ist ein Künstler. Das Problem ist, ein Künstler zu bleiben, wenn du erwachsen bist.“ Was zu beweisen war . . .

Quelle und Foto: Weser-Kurier

16.12.2015

Prozess - Versuchter Einbruch in Getränkemarkt

Der spektakuläre Einsatz von Polizei und Feuerwehr in der Nacht des 19. November in Barrien beim Getränkemarkt Hol ab rollte jetzt in einem Strafprozess im Syker Gerichtssaal noch einmal ab.


In jener Nacht des 19. November waren die beiden Angeklagten sowie ein Dritter, der im Prozess als Zeuge geladen war, auf das Dach des Getränkemarktes "Hol ab" in Barrien gestiegen, um durch ein Oberlicht einzusteigen. Eine Plexiglaskuppel hatten sie schon aufgeschnitten. Pech hatte das kriminelle Trio in doppelter Hinsicht: Es löste bei seinen nächtlichen Aktivitäten einen stillen Alarm aus, und die Polizei war auch nicht weit.

Was dann folgte, um die Straftäter dingfest zu machen, war schon der etwas andere Einsatz als üblich für Polizei und Feuerwehrleute aus Syke und Barrien. Der Tatort wurde von mehreren Polizisten umstellt. Mit Hilfe der Drehleiter der Syker Feuerwehr gelangten die Beamten auf das Dach, wo sich die beiden Einbrecher versteckt hielten.

Den Tatort hatte die Feuerwehr ausgeleuchtet. Mit dem Korb der Drehleiter wurden die beiden Täter vom Dach geholt. Der Dritte war zunächst verschwunden, wurde aber später auch erwischt.

Ziel des Einbruchs soll unter anderem Leergut gewesen sein. Während der Anklagevertreter Freiheitsstrafen forderte, waren die beiden Verteidiger der Meinung, dass gegen beide Männer eine Geldstrafe angemessen sei.

Der Anklagevertreter hatte gegen den mehrfach wegen Diebstahls vorbestraften 37 und 34 Jahre alten Männer sechs Monate Gefängnis ohne Bewährung gefordert - und gegen den Mitangeklagten, der aus der Justizvollzugsanstalt, wo er eine Ersatzfreiheitsstrafe absaß, sechs Monate Gefängnis mit Bewährung. Da dessen Freundin inzwischen die Geldstrafe, wegen der er inhaftiert war, bezahlt hatte, verließ er den Gerichtssaal als freier Mann. Die Haftbefehle waren aufgehoben worden.

Am Ende sprach die Strafrichterin gegen die beiden Angeklagten Geldstrafen von 720 Euro (90 Tagessätze zu je acht Euro) und 800 Euro (100 Tagessätze zu je acht Euro) aus.

14.12.2015

Andrang bei der Syker Tafel dramatisch gestiegen

Die Arbeitsagentur verkündet immer neuer Beschäftigungsrekorde, die Arbeitslosigkeit rutschte im Raum Syke auf märchenhafte 3,8 Prozent, die Zahl der freien Stellen kletterte mit zweistelligen Zuwachsraten auf über 800. Und dennoch. Dem ganzen Jobwunder zum Trotz klafft die soziale Schere immer weiter auseinander.


Festzustellen zum Beispiel bei den Tafeln, bei denen Hartz-IV-Empfänger Lebensmittel fast zum Nulltarif finden. Statt sinkender Zahlen verzeichnen die Tafeln immer mehr Zulauf. Die Welle neuer Anwärter will überhaupt nicht enden. „Wir befinden uns auf historischem Rekordniveau“, sagt Jutta Meyer. Sie führt Buch bei der Lebensmittelausgabe am Feuerwehrturm in Syke.

Ein ganz normaler Dienstagmittag. Ein bisschen Sonnenschein noch, für einen Dezembertag ganz angenehme Temperaturen. Das macht das Warten erträglich. Eine lange Schlange mit Menschen jeden Alters hat sich gebildet, längst reicht auch zu dieser Stunde das üppige Vordach der Syker Tafel nicht mehr aus, um alle vor Wind und Wetter zu schützen. Längst reicht die Schlange bis auf den Vorhof. Und wer weiß, wahrscheinlich wird sie gleich bis auf den Gehweg an der Straße reichen. Und niemand in dieser Schlange mit einem Lächeln im Gesicht.

Noch hat die Tafel nicht geöffnet. Sie öffnet immer um 14 Uhr. Nicht früher, sonst sind die Lebensmittel noch nicht eingeräumt; nicht später, sonst murrt die Schlange. Hilde Osmers ist für die Ausgabe des schönsten Teils der Mahlzeit zuständig. Fürs Dessert. Eine ganze Ladung Dreierpacks Pudding ist eingetroffen. Den Blick aufs Haltbarkeitsdatum erspart sie sich. In den Supermarktregalen hätte Pudding mit diesem Haltbarkeitsdatum keine Chance. Unverkäuflich. Der Discounter überließ die Ware deshalb der Tafel.

Drastisch hat die Zahl der Kinder zugenommen. Das liegt unter anderem am Flüchtlingsaufkommen, das sich hier niederschlägt. 118 Kinder stehen aktuell auf der Liste allein der Syker Tafel, davon 47 Kinder aus asylsuchenden Familien. Darüber hinaus sind 370 Erwachsene berechtigt, das Lebensmittelangebot in Anspruch zu nehmen, davon 72 Asylsuchende. Und längst nicht mehr ausgeschlossen, dass die Organisation noch in diesem Jahr die magische Klippe von 500 Hilfebedürftigen überschreitet.

Den ganzen Artikel könnt ihr hier bei der Kreiszeitung lesen.

09.12.2015

Einblicke in Ausstellung „pieces“ Führung im Syker Vorwerk

Die Kunstvermittlerin Carina Ohloff führt am Sonnabend, 12. Dezember, durch die aktuelle Ausstellung „pieces“ von Jeanno Gaussi aus Afghanistan im Syker Vorwerk. Los geht es um 15 Uhr, wie Nicole Griese, künstlerische Leiterin im Vorwerk, mitteilte. „Gaussi erforscht mit ihrer künstlerischen Arbeit kulturelle Identitäten und Aspekte der Erinnerung. Die Filme, Videos, fotografischen Arbeiten und Installationen erkunden unbestimmte Räume und Zeiten und verkörpern so die persönlichen wie gesellschaftlichen Dynamiken der Diaspora“, so Giese. Die Künstlerin entwickele oft Projekte in enger Beziehung zu dem Ort, an dem sie entstehen, untersuche die Eigenschaften und einzigartigen Aspekte ihrer Umgebung. „Ihr eigener multikultureller Hintergrund hat ihre künstlerische Praxis stark beeinflusst, allerdings geht ihr Interesse über nationale Grenzen und Kategorisierungen hinaus“, erklärt Giese weiter. Der Eintritt ist frei, die Führung kostet zwei Euro.

Gaussi wurde 1973 in Kabul geboren und wuchs in Kabul, Delhi und Berlin auf. Sie lebt seit mehr als zwanzig Jahren in Berlin. Bei der documenta13 im Jahr 2012 in Kassel und Kabul wurde ihre Arbeit einem internationalen Publikum vorgestellt. Die Künstlerin begann ihre künstlerische Laufbahn als Filmemacherin und ihre Kurzfilme wurden international auf mehreren Festivals gezeigt. Seit 2007 erweiterte sie ihre künstlerische Arbeit um Fotografie und Installationen.

Im Syker Vorwerk werden auf einer Ausstellungsfläche von 400qm bereits vorhandene Arbeiten der Künstlerin mit neu entwickelten Werken gezeigt und in Beziehung gebracht. Die beiden documenta 13-Arbeiten „Family Stories“ und „Peraan-e-Tombaan“ (Kabul, 2012) werden zum ersten Mal gemeinsam in einer Ausstellung präsentiert.

05.12.2015

Bürgerbus in der Adventszeit kostenlos

Zum Einkaufen in die Innenstadt? Kein Problem! Der Syker Bürgerbusverein bietet, wie schon in den vergangenen Jahren, in der Adventszeit einen besonderen Service an: An den Adventssamstagen richtet er einen kostenlosen Buszubringer aus den Ortschaften in die Innenstadt ein.

Von den üblichen vier Runden pro Linie nach Ristedt, Okel und Osterholz werden an den Adventssamstagen allerdings nur die ersten drei gefahren. Beginn ist um 8.20 Uhr am Bahnhof in Syke mit der Linie 185, die Linie 187 beginnt die letzte Runde um 16.20 Uhr und beendet die
Fahrt um 17.08 Uhr wieder am Bahnhof Syke.

04.12.2015

Veranstaltung: „Es naht ein Licht“ mit den Octavians in Barrien

Für viele gehört zu Weihnachten vor allem eines: Die Musik - Mit Pauken und Trompeten, wie bei Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium, vielleicht aber auch mit einer ganz eigenen Auswahl bekannter und unbekannter Weihnachtslieder, wie sie die Octavians präsentieren werden, Das vokale Geschenk ist ein Repertoire aus Lieblingsliedern, bei dem die Sänger merkten, dass gerade bei diesen Stücken eine besondere Spannung zwischen ihnen und dem Publikum entsteht

Genau dieses imaginäre Klangband will die im Rahmen des Konzertes vorgestellte CD mit den drei Stimmungen knüpfen, mit denen die Octavians Weihnachten musikalisch verbinden: Das Mystische, das das Geheimnis der nahenden Geburt Jesu thematisiert, das liebevolle Wundern über das Kind in der Krippe und schließlich die ausgelassene und weltliche Freude anlässlich dieser "Geburtstagsfeier".

Die Octavians wurden 2006 von acht ehemaligen und aktiven Mitgliedern des Knabenchores der Jenaer Philharmonie gegründet. Sie sind mehrfacher Preisträger verschiedener A-Cappella-Wettbewerbe und verfügen über zwei Countertenöre, sodass die Gruppe das Klangspektrum vom Sopran bis zum Bass abdecken kann.



Wann:   Morgen, Samstag den 05.12.2015, 20:00 Uhr
Wo:       Bartholomäuskirche Barrien (siehe Standort)
Eintritt:  Abendkasse 15,00 €

03.12.2015

Ingo Balke zeigt den Herbst in bonbonbunten Farben


Batik, Farbenrausch? Nichts von beidem. Die bonbonbunten Bilder, die zurzeit in der Syker Stadtbibliothek hängen, sind ursprünglich Fotografien von Herbstlaub. Der Syker Künstler Ingo Balke stellt sie bis zum 29. Januar 2016 dort aus. Seine Schnoor-Fotos, die er im Februar in der Alten Posthalterei ausgestellt hat, sind nicht Bestandteil der Präsentation in der Bücherei. Diesmal hat Balke die Farben des Herbstes vor die Kamera genommen.
Hund Teddy hilft Ingo Balke „den inneren Schweinehund zu überwinden“. Gemeinsam durchforschen sie die Syker Wälder, und das Herrchen hat dann immer drei Kameras im Gepäck, darunter eine kleine Leica. „Alle Wald- und Baumfotos sind in Syke und Umgebung gemacht worden“, erklärt der gebürtige Bremer. Sie kommen zumindest größtenteils realistisch daher. Die auf den Boden gefallenen Blätter hat er bewusst unscharf abgelichtet, „gezoomt oder die Kamera verrissen“. Bei der anschließenden Bearbeitung kamen Werke zum Vorschein, vor denen man sich eine Sonnenbrille wünscht. Grell, bunt, unruhig. Aber auch Porträts sind zu sehen: von Schafen, Kühen, Fliegenpilzen.
„Ich mache das mit der künstlerischen Fotografie ja schon lange“, sagt Ingo Balke. Und inzwischen hat sich das wohl auch rumgesprochen. Im Syker Finanzamt soll er zeitnah seine Schnoor-Bilder aufhängen, auch der Verein Kunst in der Provinz hat wegen zwei Ausstellungen angefragt. Doch jetzt ist erst einmal die Stadtbibliothek an der Reihe. Wer kaufen möchte: An den Rahmen hängen Visitenkarten.
Quelle: Weser-Kurier

Syke hat eine „High-Tech-Klasse“

Schüler der Realschule in der Hachestadt arbeiten nun mit I-Pads und finden das toll.
Eine kleine Revolution hat in der Syker Realschule stattgefunden, und zwar in einer achten Klasse. Während die Schüler früher mit Heften und Stiften hantierten, sind nunmehr Bildschirme angesagt: Als einzige Klasse in der Schule haben die Schüler nun I-Pads, die Hefte sind fürs Erste verschwunden. Drei Jahre sollen die Pennäler die I-Pads behalten – und sie haben sich mit der modernen Technik längst angefreundet.

Klassenlehrer Andreas Klein zeigt sich ebenfalls als Anhänger der neuen Technik, und er glaubt nicht, dass mit den I-Pads nun mehr geschummelt wird. „Schummeln ging vorher auch“, so der Pädagoge. Zur Not könne er aber auch die I-Pads sperren. „Es läuft aber sehr gut mit der Klasse, wenn ich sage, dass die I-Pads nicht benutzt werden sollen, dann werden sie auch nicht benutzt“, sagt Klein. Der Vorteil der neuen Technik liege auf der Hand. Die Schüler könnten beispielsweise Online-Wörterbücher nutzen. Und mittels Powerpoint, Word und Excel könnten Inhalte zu Hause weiter bearbeitet werden. Des Pädagogen erstes Zwischenfazit: „Die Schüler sind schon sehr medienkompetent, und das wollen wir jetzt noch weiter verbessern.“ Jedoch solle auch die Handschrift nicht in Vergessenheit geraten. „Sie wird erhalten bleiben“, verspricht Klein.
Die Wurzel für die „High-Tech-Klasse“ lässt sich im neuen Schulprogramm der Realschule finden. „Wir wollen die Unterrichtsqualität verbessern und mehr PC-Technik zum Einsatz bringen“, erklärt Schulleiter Rolf Rosenwinkel. Die I-Pads, also sogenannte Tablet-Computer, seien komfortabler als normale PCs. „Die Generation muss diese Technik beherrschen“, so der Schulleiter. Hierbei gehe es jedoch um eine sinnvolle Verwendung, wie er betont. Einige Eltern seien zunächst skeptisch gewesen, weil sie befürchtet hätten, dass die Tablets zu Hause missbräuchlich eingesetzt würden. „Aber der verantwortungsvolle Umgang mit den Tablets wird geschult“, verspricht Rosenwinkel. Die anfängliche Skepsis sei nun auch gewichen.