Ausgelaufenes Malz hat die Autobahn 1 zwischen den Anschlussstellen Arsten und Brinkum in eine Rutschbahn verwandelt und für mehrere Unfälle gesorgt.
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Aus noch ungeklärten Gründen hatte sich gestern vor Mitternacht die Ladeklappe eines mit Malz beladenen Lasters geöffnet, der auf der Autobahn in Richtung Osnabrück unterwegs war. Der Wagen verlor seine Ladung, die sich über die Fahrbahn verteilte. Ein nachfolgendes Auto fuhr in die Mittelleitplanke, der Fahrer blieb unverletzt, sagte eine Polizeisprecherin.
Ein Schaustellerwagen, der das Jahrmarkt-Karussell "Fliegender Teppich“ geladen hatte, geriet ebenfalls ins Schleudern. Der Anhänger mit dem Fahrgeschäft kippte um und legte sich quer über die Fahrbahn. Dabei stürzte das Kinderkarussell von der Ladefläche des Lastwagens. Zwei Menschen wurden verletzt.
Auch ein Auto dahinter konnte nicht mehr ausweichen und fuhr direkt in den Anhänger, dabei wurde die Beifahrerin nach Angaben der Polizei im Fahrzeug eingeklemmt. Sie zog sich schwere Verletzungen zu, schwebte aber nicht mehr in Lebensgefahr. Das Karussell wurde laut Augenzeugen „vollständig zerlegt“. Es hat nur noch Schrottwert. Der Gesamtsachschaden liegt nach ersten Schätzungen bei mehr als 100.000 Euro.
Die Aufräumarbeiten am Unfallort gestalteten sich aufwendig und dauerten laut Polizei mehrere Stunden. Die Feuerwehr, nach eigenen Angaben mit 15 Fahrzeugen und 35 Einsatzkräften an der Unfallstelle war, setzte einen Kranwagen bei den Bergungsarbeiten ein. Im Anschluss reinigten Mitarbeiter der Autobahnmeisterei die verschmutzte Fahrbahn auf einer Länge von rund 800 Metern. Der Verkehr staute sich laut Polizei über mindestens elf Kilometern in Fahrtrichtung Osnabrück, hieß es.
Auf den Autobahnzubringern und Ausfallstraßen in und nach Bremen herrschte zeitweise kompletter Stillstand. Heute Morgen – gegen 7.30 Uhr – ereignete sich auf der Gegenfahrbahn in Höhe der Anschlussstelle Arsten ein weiterer Unfall mit zwei Lastwagen und einem Gefahrguttransporter. Wie die Polizei mitteilte, gab es dabei keine Verletzten. Auch dort musste die Autobahn für eine Weile voll gesperrt werden. Die Länge des Rückstaus in Richtung Hamburg „betrug zeitweise zehn Kilometer“, sagte die Polizeisprecherin.
Noch dieses Jahr soll die Vollsperrung im Zuge der Landesstraße 776 an der Ortsdurchfahrt Bassum aufgehoben werden. Das teilt Jana Winkler, Bau-Fachbereichsleiterin bei der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Nienburg, jetzt auf Nachfrage mit.

Bei aktueller Wetterprognose sei es bis Jahresende "auf jeden Fall machbar“, die Asphaltierung, Pflasterungen und Angleichungsarbeiten zu anderen Straßen und Grundstücken zu beenden. Dann kann man auch mit dem Auto wieder durch.
"Abschließen werden wir die Baustelle dieses Jahr aber nicht mehr können“, sagte Winkler. Für die restlichen Maßnahmen (etwa an den Gräben) könnten im neuen Jahr noch einmal Eingrenzungen der Fahrbahn nötig sein. Wann genau die Arbeiten beendet sein werden, konnte Winkler nicht sagen: Das hängt vom Winter ab.
Eigentlich sollte die Baustelle schon im November abgeschlossen werden. Zu Verzögerungen war es gekommen, weil bei Arbeiten im Untergrund auch andere Firmen beteiligt waren. Kleine Verzögerungen hätten sich dann summiert.
Quelle: Kreiszeitung
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| Foto: Bremen-Tourismus |
Das Bremer Verkehrs-Ressort hat jetzt eine Studie vorgestellt, wonach das Auto immer öfter stehen bleibt.
Mehr als die Hälfte aller Wege zum Arbeitsplatz legen die Bremer mittlerweile mit dem Fahrrad, zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurück. Das ist das Ergebnis einer Studie, die von der Technischen Universität Dresden durchgefüht wurde, Dazu hatten Forscher von 2008 bis 2013 3000 Bremer zu ihren Mobilitätsverhalten befragt.
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Ein Viertel aller Strecken bewältigen die Bremer auf dem Rad, dieser Wert liegt deutlich über dem Durchschnitt vergleichbarer Städte mit mehr als einer halben Million Einwohnern.