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05.01.2016

Morgenstund‘ hat Salz in den Streuwagen

Der Wintereinbruch hat den Baubetriebshof auf den Plan gerufen. Am Sonntag ab 5 Uhr und am Montag bereits ab 3.30 Uhr waren Mitarbeiter in sechs Fahrzeugen damit beschäftigt, Gemeindestraßen zu räumen und zu streuen, berichtet Dieter Jabben, stellvertretender Leiter des Bauhofs.

Mitarbeiter des Baubetriebshofes waren am Montagnachmittag noch damit beschäftigt, die Fußwege in Leeste zu räumen und abzustreuen.

Demnach waren vier Kleingefährte auf Fuß- und Radwegen unterwegs sowie zwei größere Räumautos auf den Straßen. "Zusätzlich haben zwei Leute zum Beispiel am Bahnhof im Einsatz, um den Niedergang zu den Gleisen von der Straße aus zu räumen“, sagt Jabben. Der Aufgang zu den Gleisen ist Bahngelände und fällt nicht in die Zuständigkeit der Gemeinde. Ohnehin sei dank der neuen Überdachung nicht so viel Schnee in die Zugänge gerieselt.

Am Sonntagmittag habe der Bauhof die Arbeiten vorläufig eingestellt. "Ab dann hat es ja ununterbrochen geschneit. Will man dann immer wieder anfangen, zu schieben?“, fragt Jabben rhetorisch.

Stattdessen begann der Bauhof gestern in der Frühe wieder mit seinem Dienst. Dabei arbeitete er die kommunalen Straßen nach einem festen Zweistufenplan ab. Die Stufe 1 umfasst das Vorranggebiet mit dem Marktplatz-Areal und dem Bahnhof. "Wenn wir Luft und genügend Salz haben, nehmen wir uns die 24 Straßen der Stufe 2 vor. So auch am Sonntag und Montag.“ Das sind zum Beispiel im Bezirk westlich der Bahn die Erichshofer und die Hombachstraße, die Böttcherei, die Daimlerstraße, der Schmale Bruch, die Jahnstraße und das Weidufer. Östlich der Bahn umfasst die Stufe 2 den Meyerkamp, die Scharmarsch, die Kleine Heide, Am Kuhzaun, In den Fuhren, Achtern Busch und die Straße Am Fuhrenkamp.

Die Auflistung zeigt, dass für die Hauptverkehrsachsen wie zum Beispiel die Hauptstraße nicht die Gemeinde zuständig ist, vielmehr der Landkreis. "Das klappt, die haben sogar schon um 3 Uhr angefangen“, berichtet Dieter Jabben vom gestrigen Einsatz.

Wenn der Bauhof noch genügend Salz in den beiden Silos und zeitliche Kapazitäten frei hat, "geht es an die Kür, wie wir das nennen. Das sind Straßen, die schlimm aussehen“, aber eben nicht unter die Stufen 1 und 2 fielen. "Kür deshalb, weil es eine freiwillige Leistung der Gemeinde ist.“

Nicht freiwillig - weil eine Pflicht der Bürger - ist laut Jabben die Räumung von Fuß- und Radwegen sowie Straßen auf einen Meter Breite vor dem Haus gemäß der Straßenreinigungssatzung der Gemeinde, die auch den Winterdienst einschließt.

Auch für die Nacht auf Dienstag rechnete Jabben gestern "mit Sicherheit“ mit einem Einsatz seiner Leute. Erst Mitte der Woche soll es wieder milder werden und tauen - und die Beschäftigten des Baubetriebshofs können um 3.30 Uhr noch in den Federn bleiben.

Die Autofahrer scheinen übrigens angepasst auf die Wetterverhältnisse reagiert zu haben. Der Polizei lagen gestern Nachmittag jedenfalls keine Informationen über Unfälle vor.

Laut Dieter Jabben war der Einsatz am Sonntag und Montag der erste Winterdienst in dieser Saison. Er rechnet damit, dass in dieser Woche zehn bis zwölf Tonnen Salz gestreut werden. Die Gemeinde hat zwei Silos mit 50 und 25 Tonnen Kapazität. Weil eine der Lagerstätten nicht ganz voll war, hat Jabben bereits knapp 25 Tonnen nachbestellt, um in Kürze wieder einen hundertprozentigen Vorrat vorzuhalten. Die Gemeinde wird von zwei Anbietern mit Salz beliefert, dem deutschen Straßendienst und der Firma Nordsalz. Lieferengpässe wie vor einigen Jahren, als zudem die Preise in die Höhe schossen, sollte es nicht mehr geben. Bei Nordsalz zum Beispiel hat Weyhe Jabben zufolge ein festes Kontingent eingelagert, das nach Abruf innerhalb von 48 Stunden geliefert werden kannn.

Quelle: Kreiszeitung

Muckeliger Warmbadetag in der Weser

Für alte Hasen, die vor vielen Jahren schon am ersten Dreyer Silvesterschwimmen teilgenommen hatten, war es in diesem Jahr tatsächlich ein Warmbadetag mit acht Grad Wassertemperatur und etwa gleicher Lufttemperatur.



"Trotzdem habt ihr an Land wahrscheinlich mehr gefroren, als wir im Wasser“, sagte der 72 Jahre alte Werner Muffler lachend, der sich noch an vergangene Veranstaltungen erinnern konnte, bei denen sich die Teilnehmer an Eisschollen festhalten konnten. Sein zwei Jahre jüngerer Mitbegründer des Silvesterschwimmens ärgerte sich darüber, dass er schon kurz nach dem Start in Bollerholz in Riede eine Schwimmflosse verloren hatte und daher die gesamte, etwa 4,5 Kilometer lange Strecke mit nur einer Flosse schwimmen musste. Aber auch er hatte schon härtere Schwimmtage erlebt.

Gastgeberin war in diesem Jahr die Weyher DLRG-Ortsgruppe. Organisator Achim Linka freute sich, dass endlich einmal wieder alle 44 Teilnehmer, darunter auch zehn Frauen, im Pulk geschwommen waren und es keine Ausreißer gab. Zu den Aktiven zählten auch Schwimmer der Freiwilligen Feuerwehr Dreye, die die Veranstaltung am 31. Dezember 2016 ausrichtet, sowie Mitglieder der Wasserwacht Verden, der DLRG-Ortsgruppen Stuhr, Syke, Ganderkesee, Twistringen und einige Schwimmer ohne Vereinszugehörigkeit. Helfer der DLRG-Ortsgruppen Garrel und Bassum unterstützten die Veranstaltung in Begleitbooten, so dass erstmals sechs Boote auf dem Wasser waren, deren Besatzungen jederzeit erschöpfte Schwimmer hätten an Bord nehmen können.

Aber das war am Donnerstag nicht erforderlich. Alle Teilnehmer trafen wohlbehalten im Dreyer Hafen ein, wo sie mit anerkennendem Applaus von zahlreichen Schaulustigen begrüßt wurden.Nachdem sie alle am Landungssteg „festgemacht“ hatten, zündeten Weyher DLRG-Schwimmer ein Neujahrsfeuerwerk, das sie auf einem Floß mitgeführt hatten.



Die 21-jährige Wiebke Wessels beteiligte sich zum dritten Mal am Silvesterschwimmen. Im Wasser sei es "muckelig warm“ gewesen, berichtete sie, allerdings vermisste sie in diesem Jahr mehr Strömung, jüngste Sportlerin war die 16-jährige Saskia Trümper, Mitglied der DLRG Weyhe.

Quelle: Kreiszeitung

23.12.2015

Vollsperrung in Kirchweyhe geplant

Für mindestens zwei Tage, längstens aber für zwei Wochen können die Autofahrer, die von der Kleinen Heide kommen, nicht mehr auf die Bahnhofstraße einbiegen. Das gilt auch für die Gegenrichtung. Eine Vollsperrung der viel befahrenen Straße ist für den Zeitraum von Montag, 28. Dezember, bis Freitag, 08. Januar, geplant, teilte die Gemeinde mit.



In der Straße lässt die Firma Vodafone ein neues Datenkabel für schnelles Internet verlegen, teilte ein Unternehmenssprecher mit.

22.12.2015

Tankstellenüberfall in Kirchweyhe

Um 21.15 Uhr schlugen sie zu: Zwei Maskierte sind Gestern Abend in den Verkaufsraum der Classic-Tankstelle an der Kirchweyher Straße in Weyhe gestürmt und haben die Angestellte mit einer Schusswaffe bedroht.


Nach Angaben der Polizei forderte das Duo die 40-Jährige auf, die Schublade der Kasse zu öffnen. Als sie dem Folge leistete, nahm einer der Täter die Tageseinnahmen in nicht genannter Höhe heraus. Anschließend sollen beide zu Fuß an der Einmündung Im Mühlengrunde vorbei in Richtung Friedhof geflohen sein. Die von der Polizei eingeleitete Fahndung nach den Räubern blieb bislang erfolglos.

18.12.2015

Sanierung der KGS Leeste - Schulleiter befürchten Abgänge nach Syke

Rainer Patzelt, Schulleiter der KGS Leeste, schlägt Alarm: "Hier werden durch Gerüchte Fakten geschaffen, die für uns fatal sein können.“ Dabei ist die Sache, eigentlich so gut wie vom Tisch: Für den Antrag der Weyher CDU-Fraktion, während der kompakten Sanierung der KGS die Oberstufe in die Förderschule in der Leester Heide auszugliedern, scheint sich keine politische Mehrheit zu finden. Das konnte nun Bürgermeister Andreas Bovenschulte als Ergebnis einer nicht-öffentlichen Sitzung des Lenkungsausschusses vor gut einer Woche vermelden. Dabei hatten sich alle anderen Fraktionen gegen den Vorschlag der Christdemokraten ausgesprochen.


Patzelts Problem aber ist damit nicht aus der Welt: Denn er befürchtet, dass viele Eltern ihren Nachwuchs nun nach Syke schicken, weil sie diesen aus den unterschiedlichsten Gründen nicht an der Förderschule in Melchiorshausen sehen wollen. Auch seine Kirchweyher Direktoren-Kollegin Karin Busch verspürt eine "große Verunsicherung“. Er ergänzt: "Es war fahrlässig, so etwas zu streuen.“

Überhaupt sei der Antrag, gestellt immerhin schon Ende September, seiner Ansicht nach "nicht zur richtigen Zeit“ gekommen. Schließlich sieht dieser vor, dass die Förderschule schon ab dem Schuljahr 2016/2017 KGS-Außenstelle wird, dabei werden im kommenden Jahr ganz sicher noch keine Handwerker mit der 6,5 Millionen Euro teuren, schnelleren Sanierung beginnen. Bis 2019 soll alles fertig sein. "Wir befinden uns erst in der Phase null, der Bestandsaufnahme. Heute kann noch niemand sagen, ob die Räume reichen werden oder nicht“, so Patzelt.

Er geht aber nicht davon aus, dass Arbeiten zeitgleich am gesamten Gebäude laufen werden. Daher könnten Klassenräume "intern verlagert“ werden. Er gibt auch zu bedenken, dass für die Oberstufe kleinere Räume benötigt werden als für die Sekundarstufe I. Da werde man schon fündig. Patzelt ist sich sicher: "Der Unterricht wird regulär laufen können, das haben Beispiele anderer Schulen gezeigt.“

Die Pläne der CDU hätten laut Patzelt etwa 240 Schüler betroffen. Die Jahrgänge elf und zwölf seien da aufgrund übergreifender Kurse zwingend zusammen zu betrachten, eventuell hätte man den 13. Jahrgang noch bei den Überlegungen berücksichtigen müssen. Aber derlei Gedankenspiele kämen seiner Ansicht nach ohnehin zu früh: "Erst sollte die Reihenfolge der Renovierung klar sein.“

Die könnte sogar zusätzlichen Platz schaffen. Rainer Patzelt denkt da an die Schulküche. Die soll - wie schon seit längerer Zeit angedacht - endlich in den sogenannten Hattesohltrakt auf dem hinteren Teil des Schulgeländes verlegt werden. "Ein Fettabscheider ist dort vorsorglich schon eingerichtet worden, und die Küche müsste eh erneuert werden. Das wäre da möglich“, erklärt er. Einiges verspricht er sich zudem davon, dass die Gemeindebibliothek aus der KGS wegzieht. "Danach sieht es ja aus“, sagt er. Auch das würde weitere Raumkapazitäten bringen.

Und bevor auf die Förderschule des Landkreises Diepholz an der Gartenstraße ausgewichen wird, bevorzugt Patzelt eher eine noch engere Kooperation mit den Nachbarn aus Kirchweyhe. "Einige Kollegen sind auch bereits zu uns abgeordnet“, erzählt er. Er könne sich vorstellen, dass untereinander Lösungen für eine "kurzzeitige Überbrückung“ gefunden werden, wenn an der KGS Leeste der Baulärm zu groß wird.

Weiter behandelt wird der CDU-Antrag am 26. Januar im Ausschuss für Schule, Kindertagesstätten und Jugend. So lange wollen Rainer Patzelt und Karin Busch aber nicht warten, um die Gerüchte, ihre Schüler könnten demnächst nach Melchiorshausen entsendet werden, zu zerstreuen.

13.12.2015

Vom Buch bis zur Marmelade - Präsentkorb mit Weyher Produkten


Interessierte können die Wesergemeinde nicht nur anhand zahlreicher Sehenswürdigkeiten entdecken, sondern auch geschmacklich. Denn einige ortsansässige Unternehmen haben sich erneut etwas einfallen lassen, um eine breite Auswahl an Produkten und Lebensmitteln zusammenzustellen, die allesamt einen Bezug zu den neun Ortsteilen haben. "Das Sortiment reicht von verschiedenen Wurst- und Teesorten bis hin zu Süßigkeiten, hausgemachten Marmeladen, Honig, hochprozentigen Getränken und Dekoartikeln“, sagt die Gästeführerin Erika Christmann. Auf dem Bestellzettel ist sogar "Scharfes aus Weyhe“ vermerkt. Damit ist Senf gemeint. Viele Produkte habe es auch in der Vergangenheit gegeben, doch mit dem Korb wollen die Gästeführer das Motto "Global denken, lokal handeln“ voranbringen. Außerdem steuert Gemeindearchivar Wilfried Meyer Literatur und Hörspiele bei.

Die Waren können individuell zusammengestellt werden, so dass jeder Korb zahlreiche Variationsmöglichkeiten bietet und auch für den kleinen Geldbeutel erschwinglich ist, so Christmann.

10.12.2015

Ein Gast und viele ungebetene Besucher

Am Wieltsee ist erstmals ein Eistaucher aufgetaucht. Die Hafenmeister sind von den Ornithologen genervt.



Er ist etwa so groß wie eine Gans und mit seinem grauweißen Federkleid wahrlich keine auffällige Erscheinung: der Eistaucher. Dennoch lockt ein einziges Exemplar dieser Vogelart im Moment Ornithologen aus ganz Deutschland an den Dreyer Wieltsee. Bewaffnet mit Fotoapparaten mit langen Objektiven setzen sie alles daran, um den Gast, der sich nur äußerst selten im Binnenland blicken lässt, vor die Linse zu bekommen - sehr zum Ärger der Hafenmeister der Marina Wieltsee. Weil einige Ornithologen bei der Jagd nach dem besten Beobachtungspunkt auch vor Privatgrund nicht Halt machten, haben sie schon mehrere Platzverweise ausgesprochen.

Für die Vogelkundler kommt das Auftauchen des Eistauchers am Wieltsee einer Sensation gleich. „Es ist in Bremen und dem Umland erst der sechste bekannte Nachweis“, sagt Thomas Kuppel von der ornithologischen Arbeitsgruppe des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Bremen. Der erste Nachweis sei eine detailgetreue Zeichnung eines Naturmalers und stamme aus dem 19. Jahrhundert. Am Wieltsee sei zudem noch nie zuvor ein Eistaucher gesichtet worden. Im Moment tauche der Eistaucher auch nur an fünf Stellen in Deutschland auf, neben dem Wieltsee unter anderem auf Sylt.


"Die nächsten Brutplätze des Eistauchers befinden sich auf Island und in Nordamerika“, sagt Kuppel. Außerhalb der Brutzeit halte sich der Vogel gerne auf dem Meer auf, im Binnenland dagegen selten. Der Eistaucher gehöre zur Familie der Seetaucher, die wiederum in fünf Arten untergliedert werden kann. "Er ist der zweitgrößte der fünf Arten“, geht Kuppel weiter ins Detail.

Der Ornithologe vermutet, dass sich der Dreyer Eistaucher an den Wieltsee verflogen hat. "Aber nun gefällt es ihm dort offenbar, er findet ja auch genug Nahrung“, sagt Kuppel. Ob es sich bei dem Jungvogel um ein Weibchen oder ein Männchen handelt, kann der Experte nicht sagen. Das Federkleid des Eistauchers sehe bei beiden Geschlechtern gleich aus. Und so nah, dass man das Geschlecht bestimmen könnte, ist dem Eistaucher bislang noch niemand gekommen. "Er ist nicht zutraulich“, sagt Kuppel.
Dennoch seien die Bedingungen am Wieltsee sehr gut, um das Tier zu beobachten und zu fotografieren. "Hier kommt man auf unter 20 Metern an ihn heran", so Kuppels Erfahrung. Der Bremer hat den Eisvogel am 9. November zum ersten Mal am Wieltsee gesehen und anschließend ein Foto in ein Internetforum gestellt. Mittlerweile sind etliche Fotos von weiteren Vogelkundlern hinzugekommen. Kuppel selbst war sechs Mal vor Ort.

Der erhöhte Besuch von Menschen mit Kameras und Ferngläsern ist auch Axel Budelmann und Hans Diekers, den Hafenmeistern der Marina Wieltsee, nicht verborgen geblieben. Thomas Kuppel habe sie darauf hingewiesen, dass er das Foto ins Netz gestellt hat. "Zuerst haben wir uns nichts dabei gedacht, aber dann kamen immer mehr Leute“, erzählt Budelmann. Die Besucher seien nicht nur an den öffentlichen Ufern des Wieltsee auf die Suche nach dem Eistaucher gegangen, sondern auch auf dem privaten Marina-Gelände. "Einige sind völlig schmerzfrei“, schildert Budelmann seine Erfahrung. Deshalb sei es auch zum Streit zwischen einem Besucher und einer Kundin der Marina gekommen.

"Die Leute haben auch die Stege betreten“, ergänzt Diekers. Und das könne sogar gefährlich werden, wenn man von dort ins Wasser fällt. Es gebe keine Leiter, um mal eben schnell wieder herauszuklettern, und das Wasser sei nur sechs Grad warm. Dazu komme, dass die Kunden der Marina, die teilweise auch jetzt auf ihren Booten leben, im Moment ohnehin sensibilisiert seien, weil es auf dem Gelände vor Kurzem zu Diebstählen gekommen sei. "Und dann kommen da Leute mit großen Fotoapparaten“, sagt Diekers.

Über Kuppel hätten sie im Internet verbreiten lassen, dass sich die Besucher vorher anmelden sollen. "Einige haben es gemacht, andere waren total stur“, beschreibt Budelmann die weiteren Ereignisse. Etwa 20 Menschen, die sich nach seiner Aussage nicht benehmen konnten, habe er vom Marina-Gelände verwiesen. "Dagegen stehen aber auch 20, die sich vernünftig verhalten haben“, betont er.

Einen Ansturm wie im Moment erleben die beiden Hafenmeister zum ersten Mal. Trotz des Ärgers finden sie es eigentlich ganz gut, dass sich der Eistaucher ausgerechnet am Wieltsee niedergelassen hat. "Das zeigt ja auch, wie gut unsere Wasserqualität ist und wie viele Fische im See leben“, sagt Budelmann.

Thomas Kuppel hofft indes, dass seine Kollegen einen Bogen um die Marina machen. "Keiner darf die Privatgrundstücke betreten“, sagt er. Ohnehin könne man den Eistaucher am besten vom Südufer des Sees beobachten. Das befindet sich in etwa zwischen dem Marina-Gelände und dem Gebäude des Sportfischereivereins Wiking und ist frei zugänglich.

Am Mittwoch hat sich der Eistaucher jedenfalls auch dort nicht blicken lassen - sagt zumindest Josef Teupe. Er war in den vergangenen Tagen mehrmals vor Ort, um den Vogel zu beobachten, hat ihn dabei auch fotografiert. Ob der Eistaucher in den nächsten Tagen wieder auftaucht oder ob er weitergezogen ist, weiß Teupe nicht. "Vielleicht ist ihm der Trubel jetzt auch zu viel geworden“, sagt er.

Quelle: Weser Kurier

09.12.2015

Einfamilienhaus in Lahausen in Flammen

Ein Einfamilienhaus im Rosenkamp in Lahausen stand am Dienstagabend in Flammen.

Foto: Kreiszeitung
Als die Feuerwehr gegen 20 Uhr eintraf, drang bereits dichter Rauch aus dem Obergeschoss des Hauses. 75 Einsatzkräfte waren vor Ort, um den Brand zu löschen. Da Bäume den Zugang zum Brandherd im Obergeschoss versperrten, mussten einige gefällt werden. Mit Hilfe einer Hubarbeitsbühne konnte die Feuerwehr schließlich in das Haus gelangen und das Feuer löschen. Laut Angaben des Feuerwehrpressesprechers Matthias Thom konnte sich der Bewohner des Hauses selbstständig retten. Er wurde mit Verdacht auf Rauchvergiftung in ein Bremer Krankenhaus gebracht. Insgesamt war die Feuerwehr mit 75 Kräften im Einsartz, Warum es zu dem Brand kam, steht derzeit noch nicht fest.

Quelle: Kreiszeitung


07.12.2015

Der Bürgerbusverein Weyhe hat jetzt ein E-Auto

Gedacht ist das neue E-Mobil für alle interessierten gemeinnützigen Gruppen, Vereine und Verbände, die Bedarf haben - etwa, um ihre nicht mehr mobilen Mitglieder zu Veranstaltungen zu bringen. Deshalb waren Vertreter von sechs Institutionen geladen, um einen ersten Eindruck von dem Fahrzeug zu bekommen.
Der Bedarf bestehe: Nach Angaben des Bürgerbusvereins bekommt der Verein immer wieder Anfragen, Personen zu Veranstaltungen zu fahren. Aber außerhalb des Linienbetriebs dürften mit dem Bürgerbus keine Personen befördert werden.


Nun haben alle Interessierten mit dem neuen Fahrzeug eine Alternative zur Verfügung. Fünf Sitzplätze bietet das Fahrzeug, zusätzlich steht noch etwas Stauraum für Rollatoren oder kleine Rollstühle zur Verfügung.

Das Elektroauto kann über die Internetseite des Bürgerbusvereins gebucht werden. Nachdem die interessierte Gruppe einen Nutzungsvertrag mit dem Bürgerbusverein geschlossen hat, bekommt sie die entsprechenden Zugangsdaten für den auf der Internetseite einsehbaren Belegungsplan. Dort kann man das Auto ganz einfach für den gewünschten Zeitraum reservieren.

Die ersten drei Fahrten sind noch kostenfrei, anschließend bezahlt man zwei Euro pro Stunde und zwanzig Cent pro Kilometer.


Fahren darf das E-Mobil allerdings nicht jeder. Aus versicherungstechnischen Gründen müssen Vereine und Einrichtungen müssen vorher festlegen, wer am Steuer sitzt. Der Fahrer wird dann Mitglied im Bürgerbusverein - allerdings braucht er keinen Mitgliedsbeitrag zu bezahlen.

Die Organisatoren wollen jetzt die nächsten drei Jahre testen wie es funktioniert und wie das Projekt von den Vereinen und Weyher Bürgern angenommen wird.

Quellen: Weser-Kurier und Bürgerbus Weyhe

05.12.2015

Nikolausfahrten mit dem Pingelheini

In meinem vorherigen Beitrag habe ich über die Fahrten von Jan-Harpstedt berichtet, aber auch die Leester Kleinbahn bietet wieder - welche Überraschung - zwei Nikolausfahrten von Leeste nach Thedinghausen an.

Wie in jedem Jahr begrüßt der Pingelheini auch dieses Mal wieder den Nikolaus an Bord. Er hat für alle mitreisenden Kinder ein kleines Geschenk dabei, nimmt sich gern Zeit für die Kleinen und hört sich auch sehr gern ein Lied oder ein Gedicht an.

Fahrkarten gibt es direkt im Zug. Damit die Museumsbahn Ihnen genügend Plätze garantieren kann und der Nikolaus genügend Geschenke dabei hat, ist eine telefonische Buchung zwingend erforderlich.

Los geht es am Sonntag am Bahnhof Leeste um 13:00 und um 15:30 Uhr. Zwischenhalt in Kirchweyhe ist um 13:10 und um 15:40 Uhr, in Sudweyhe um 13;15 und um 15:45 Uhr sowie in Riede um 13:25 und um 15:55 Uhr.

Die Ankunft in Thedinghausen ist um 13:45 bzw. um 16:15 Uhr geplant. Die Rückfahrt beginnt jeweils um 14:15 und um 16:45 Uhr.

04.12.2015

Kirchweyhe: ICE-Gleis: Anwohner bleiben ohne Lärmschutz

Rund 220 Züge fahren täglich durch die Wesergemeinde – vom Intercity-Express bis zum schweren Güterzug ist alles dabei. Obwohl Weyhe an der Haupteisenbahnstecke Bremen-Osnabrück liegt, sieht Bürgermeister Andreas Bovenschulte kaum eine Chance, dass die derzeitige Lärmbelastung durch bauliche Veränderungen wie Schallschutzwände gesenkt wird.


Im Frühjahr startete laut Eisenbahn-Bundesamt-Sprecher Moritz Huckebrink ein Pilotprojekt, das Bürgern die Gelegenheit gab, auch ihr subjektives Lärmempfinden darzulegen. Jetzt liegen die ersten Ergebnisse vor, die im Internet abrufbar sind. Für Weyhe war die Beteiligung bisher gering – in ganz Niedersachsen haben rund 3000 Bürger Kritik geäußert.

Den vollständigen Artikel könnt ihr hier bei der Kreiszeitung lesen

02.12.2015

Schnelleres Internet für 80 Jeebeler Haushalte

Voraussichtlich im Frühjahr 2016 werden 80 Haushalte im Weyher Ortsteil Jeebel schneller im Internet surfen können. Das haben sie der privaten Initiative von Matthias Krön zu verdanken.

Man könne sich einen Kaffee kochen und den auch in Ruhe trinken, in der Zwischenzeit sei dann die Seite geladen – so beschreibt Matthias Krön die langsame Internetverbindung in zahlreichen Haushalten im Weyher Ortsteil Jeebel.Krön wollte diesen Zustand nicht länger akzeptieren: Federführend setzte er sich für einen Ausbau der Breitbandversorgung ein und bewies, dass sich Eigeninitiative lohnen kann. Das schnellere Surfen durch die digitale Welt soll für 80 Haushalte voraussichtlich ab Frühjahr möglich sein.

1000 Euro hätte Krön für einen Kabelanschluss bezahlen müssen, damit ihm über Kabel Deutschland schnelleres Internet zur Verfügung steht, so der Bewohner des Föhrenwegs. Doch das sei er nicht bereit gewesen zu zahlen, zumal die Downloadgeschwindigkeit bei nur 500 Kilobit pro Sekunde liegen würde. „Und wenn dann noch beim Surfen Werbe-Popups aufploppen, wird’s richtig langsam“, weiß Krön.

Der Jeebeler nahm die Situation also hin – bis ihm Weyhes Bürgermeister Andreas Bovenschulte bei seinem Bürgergespräch im Juni eine Möglichkeit aufzeigte, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Der Verwaltungschef war sich des Problems, das von zahlreichen Jeebelern geäußert wurde, bewusst. Sein Kommentar: „Wer in Jeebel das Internet nutzen möchte, kann das Gefühl bekommen, dass eine Brieftaube schneller wäre“. Allerdings stellte er ebenso klar, dass der Wille der Internetanbieter zum Ausbau in Jeebel von der Zahl der Nutzer abhängen würde. Es müsse sich eben wirtschaftlich rechnen für die Unternehmen.
Drei Möglichkeiten der Finanzierung stellte Bovenschulte vor: Zum einen könnte die Gemeinde Weyhe die Kosten für den Ausbau, der vom Internetanbieter mit rund 40 000 Euro beziffert wurde, selbst tragen. Bei dieser Variante machte er aber wenig Hoffnung auf Zustimmung im Rat. Die zweite Option sei eine Förderungen durch den Landkreis Diepholz, um die sich Weyhe bewerben könnte. Und die dritte geschilderte Möglichkeit sei, dass 80 Jeebeler sich bereit erklären, Verträge bei der EWE-Tochter Stadtwerke Bremen (SWB) abzuschließen.
„Nach dem Bürgergespräch habe ich mit dem Bürgermeister gesprochen, und er hat den Kontakt zur EWE hergestellt“, erzählt Krön. Dann hieß es für den Familienvater: Unterschriften sammeln. Um ein breites Publikum anzusprechen, veranstaltete er in der Grundschule Sudweyhe einen Informationsabend zu dem Thema. „Danach hatte ich 72 unterschriftsreife Verträge“, so Krön. Es fehlten also noch acht, und diese mussten noch bei der SWB eingereicht werden. „Denn bei dieser Anzahl an Verträgen ist der Ausbau in diesem Fall perspektivisch rentabel“, erklärt SWB-Sprecher Christoph Brinkmann.
Also holte sich Krön Unterstützung aus der Nachbarschaft und ging mit Daniel Reichenbach und Jannes Hinck an den Wochenenden von Haus zu Haus. Und sie waren erfolgreich mit ihrer Aktion. Der Unternehmenssprecher der SWB bestätigt dies: Die 80 Verträge liegen jetzt vor. Auf eine Downloadgeschwindigkeit von bis zu 100 Megabit pro Sekunde könnten sich die neuen SWB-Kunden bald freuen.
Den genauen Zeitpunkt für den Ausbau der Breitbandversorgung konnte Brinkmann indes nicht nennen: „Das hängt vom Wetter ab und davon, wie schnell wir die Projekte davor fertig kriegen.“ Angepeilt werde allerdings die zweite Märzhälfte 2016.
Krön freut sich über das Resultat der Breitbandinitiative und lässt den Einsatz der vergangenen Monate Revue passieren: „Es war ein Klinkenputzen, aber ich habe mir gedacht: Wenn wir es nicht tun, macht es sonst keiner. Bald surfen wir hier auf der Überholspur.“ Zudem stellt er klar: „Ich habe für die Vertragsabschlüsse kein Geld bekommen. Der Grund für meine Initiative war einzig schnelleres Internet – und die Genugtuung.
Quelle: Weser-Krurier

Hingebungsvolle Darsteller, tolle Kostüme und Songs

Bei Weihnachtsstück „Aschenputtel“ kommen nicht nur Kinder auf ihre Kosten.

Frank Pinkus hat das klassische Märchen der Brüder Grimm in eine Bühnenfassung gebracht. Zusammen mit der Musik von Patrick Kuhlmann ist aus dem Märchen ein Musical geworden.
Dem „Weyher Theater“ ist mit „Aschenputtel“ in der Vorweihnachtszeit erneut eine wunderschöne Märchenaufführung gelungen. Darsteller, die ihre Rollen mit viel Hingabe verkörperten, einfühlsame Songs und freche Texte, die auch Erwachsene schmunzeln ließen, sorgen dafür, dass die Reihe der erfolgreichen Weihnachtsmärchen fortgesetzt wird.

Das Märchen ist noch bis Heiligabend zu sehen.